AG Globale Verantwortung startet bewusstseinsbildende Kampagne zum Umdenken der Politik in der Entwicklungs- und Humanitären Hilfe

AG Global Responsibility launches awareness raising campaign against cutbacks of Austria's Development and Humanitarian Aid 
Am Freitag, 14. September 2012 schlossen sich rund 100 VertreterInnen von entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen dem "Mir-wurscht?" - Protest gegen Kürzungen staatlicher Entwicklungshilfe vor dem Parlament an.

Der entwicklungspolitische und humanitäre Dachverband AG Globale Verantwortung initiierte die Kampagne auf dem Hintergrund, dass Österreich mit einem Beitrag von 0,27% des BNE für Entwicklungs- und Humanitäre Hilfe einen der geringsten Beiträge Europas leistet. Vor allem bilaterale Entwicklungshilfe unterliegt den Einsparungen der Regierung. 
In diesem Sinne zielt "Mir wurscht" darauf ab, vor allem der Politik bewusst zu machen, dass sie entsprechende Verantwortung hinsichtlich Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer Hilfe zu tragen hat.

Nationalratsabgeordnete Barbara Prammer übernahm am Freitag von einer Delegation die Einladung zu Gesprächen mit 183 Nationalratsabgeordneten. 
Bereits am selben Tag wurde der Dialog mit vier Nationalratsabgeordneten gesucht. 

Die Abgeordneten werden in den Gesprächen nicht nur auf die ernste Situation der Entwicklungshilfe hingewiesen, sondern auch dazu eingeladen, für einen Kürzungsstopp beim Budgetbeschluss im November zu stimmen.

Am Nachmittag empfing Bundespräsident Heinz Fischer eine Delegation aus VertreterInnen von humanitären und entwicklungspolitischen Organisationen zum Gespräch. Wie auch Barbara Prammer unterstützt er die Anliegen der Kampagne und betonte die Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit.

Die "Mir-wurscht?"-Kampagne fordert, dass die Projektgelder für Entwicklungshilfe auf 200 Mio. Euro jährlich und der Auslandskatastrophenfonds auf 20. Mio. Euro erhöht werden sollen. Darüber hinaus wird eine gesetzliche Verankerung des Budgets für Entwicklungshilfe und für eine politisch unabhängige Humanitäre Hilfe verlangt.